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SPD begrüßt Verlängerung der Anhörungsfrist:

Interesse von Arbeit, Wirtschaft und Umwelt in Einklang bringen

Die Sauerländer SPD begrüßt die erneute Verlängerung der Anhörungsfrist zur Ausweisung eines Vogelschutzgebiets „Diemel- und Hoppecketal bei Brilon und Marsberg“ bis zum 30. Juni. Dies ist aus Sicht der SPD ein wichtiges Signal, um gemeinsam in Gesprächen die berechtigten unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen an einen Tisch zu bringen, nachdem der Landrat Dr. Karl Schneider (CDU) es fahrlässig versäumt hatte, die betroffenen Kommunen bereits im Dezember 2019 rechtzeitig über das geplante Vorhaben zu informieren.

„Für die Sauerländer SPD ist es dabei wichtig, dass die Faktoren Arbeit, Wirtschaft und Umwelt gleichwertig im Verfahren gewichtet werden. Die Fristverlängerung bietet aus der Sicht der Sauerländer SPD jedenfalls die Möglichkeit, die unterschiedlichen Interessen an einen Tisch zu bringen und differenzierte Abwägungen und eine kleinteiligere räumliche Begutachtung möglich zu machen.“, so Reinhard Brüggemann (Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag).

Der bereits durchgeführte Runde Tisch Landwirtschaft wird vor diesem Hintergrund ausdrücklich begrüßt. Ebenso wie der Runde Tisch Forstwirtschaft nach den Ostertagen.

Genauso wichtig wäre aber auch ein runder Tisch aus Arbeitgebern und Gewerkschaften,

da das geplante Gebiet auch erhebliche Auswirkungen auf den östlichen Hochsauerlandkreis als Industrie- und Wirtschaftsregion im Grünen haben könnte.

Im Hinblick auf die Land- und Forstwirtschaft gilt es jene aktiv zu beteiligen, die in den vergangenen Jahren mit Umsicht und Engagement den Naturschutz in dieser Region eigenverantwortlich mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Einklang gebracht haben.

„Bisherige Erfahrungen aus der Medebacher Bucht sind dabei je nach Lage in der Kommune aktiv mit einzubeziehen, aber sicherlich nicht in allen betroffenen Kommunen 1 zu 1 vergleichbar.“, so Peter Prümper (Fraktionsvorsitzender der SPD Marsberg).

„Die Entwicklung der Gewerbegebietsfläche auf der Briloner Hochfläche und der Weiterbau der B7n erfordern andere Abwägungsentscheidungen. Dazu bietet die Verlängerung der Anhörungsfrist eine gute Möglichkeit.“, so Hubertus Weber (Fraktionsvorsitzender der SPD Brilon).

Rudolph Przygoda (Fraktionsvorsitzender der SPD Olsberg) ergänzt: „Wir wollen gemeinsam als Vertreter der Kommunen daran arbeiten, dass nicht einfach mal ein riesiges Schutzgebiet undifferenziert ausgewiesen wird, sondern dass die Belange der jeweiligen Kommunen ernst genommen werden und differenziert vorgegangen wird.“